Alexandra Höchstetter

Mein Name ist Alexandra Höchstetter.

 

Tiere begleiten mich bereits mein ganzes Leben, seit frühester Kindheit … ein Leben ohne Tiere ist für mich seit jeher unvorstellbar. Seit Geburt war ich von Hun­den umgeben und seit meinem 5. Lebensjahr reite ich. Auf Turnier­plätzen war ich nie zu Hause, dafür schon immer im Wald, zu Fuß und auf dem Pferde­rücken oder auf Ranches beim Rinder­hüten und Rin­der­­treiben.

 

Die jahrelange Arbeit in einer Pferde- und Klein­tier­klinik, das eh­ren­­amtliche Engagement im Tier­schutz hier in Deutschland und in Ita­lien hat mich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Tiere in Be­rührung ge­bracht und was ihnen allen gemein ist, ist ihre Einzig­artig­keit. Kein Wesen gleicht dem anderen, keine Situation, keine Begegnung gleicht der anderen. Jedes Tier hat seine Würde, seinen ganz eigenen Aus­druck, seine eigene Spra­che und vor allem, seine besonderen Bedürf­nisse. Dem gerecht zu werden und jedem Ein­zelnem zu ent­sprechen ist mein Anspruch.

 

Die Ausbildung zur Tierkommunikatorin und Tier­ener­ge­tikerin habe ich daher in der Schweiz gemacht, da mir das Angebot des dortigen Insti­tuts ‚Seelen­kraft‘, gelei­tet von Sybille Lüthi, das Um­fassendste und Seriöseste schien.

 

Die Lek­türe und das Studium der Werke von Penelope Smith, Madeleine Walker und Marta Williams vervoll­stän­digen das Verständnis der stillen Zwie­sprache zwi­schen Menschen und Tie­ren, egal um welches tie­rische Wesen es sich handelt.

 

Die Botschaften der Tiere haben mich von jeher faszi­niert und begeistert. Sie sind Weckruf, Bal­sam für die Seele, Ratgeber, Ent­decker und Lotse glei­cher­maßen.

 

Viele Tiere, mit denen ich spre­chen konn­te, sind gelei­tet von dem Willen zu helfen, zu unter­stützen und zu erklären.

 

Ihre Zuneigung zu uns Menschen ist geführt von ‚vorbe­haltloser Liebe‘, wie es Neo, der Hund von Sa­bine Zim­mermann, in einem Gespräch mit mir so treffend for­mu­lierte.

 

Viele ihrer Bot­schaften gehen weit über das Gefragte hinaus und wer zuhört – mit offenem Herzen – wird bereichert und klüger aus den Gesprächen heraus­gehen.

 

Ein Tierkommunikator hat die Möglichkeit auf sein eige­­nes spiritu­elles Team zuzugreifen. Mein spirituel­les Team wird seit jeher an­ge­­führt von Bo, meinem ver­ehrten Quarter Horse, der mir schon diverse Bot­schaf­ten der Tiere nahege­bracht und erklärt hat. Auch ande­re Mitglieder meines Teams bereichern durch ihr Wis­sen und ihre Kenntnisse meine Ge­spräche mit Tieren.

 

Viele meiner Gespräche mit Tieren beschäftigen sich mit Alltags­schwierigkeiten oder gesundheit­lichen He­raus­­for­de­rungen der Tie­re und/oder ihrer Men­schen. Im Laufe der Gespräche kommt dann häufig zutage, dass mein Gesprächspartner oder -partnerin noch so viel mehr zu sagen hat …, an diesem Punkt wird es dann richtig span­nend.

 

Ich sprach vor längerer Zeit mit einer Stute, die unter der emotio­na­len Kühle ihrer Besitzerin litt. Die Besit­ze­rin, eine aufgrund eige­ner trauma­tischer Erfahrun­gen verhärtete junge Frau, woll­te von mir wissen, warum ihre Stute Maria nicht so funktioniere, wie sie sich das wünschte. Ein Ansatz, der mir bereits in sich wider­spricht: ein Tier ‚funktioniert‘ nicht. Aber als Tierkom­mu­­nikatorin ist es nicht meine Aufgabe, den Men­schen ins Gewissen zu reden, son­dern die Bot­schaften der Tiere zu überbringen, vielleicht zu über­setzen. Mehr nicht!

 

Maria erzählte und erklärte mir sehr eindrücklich ihr Verhalten, das sie absichtlich an den Tag leg­te. Sie woll­te ihre Besitzerin auf ihre emotionalen Blocka­den und ihr ‚eingefrorenes Inneres‘ auf­merk­­sam ma­chen.

 

Maria fühlte sich durchaus in der Lage, mit ihrer Be­sitzerin zusammen an der Aufarbeitung und Lösung derer Trau­mata zu arbeiten. Dazu müsse die junge Frau sich ihr emotional ein wenig öff­nen und bereit sein, ihre Wärme, die Sicherheit und ihre Liebe anzunehmen. Eine Liebe, von der Maria sagte, die be­dingungslos und aufrichtig sei. Sie selber, Maria, sei in ihren vor­herigen Leben durch viele Hände gegan­gen, sei mit ihrem Sol­daten in den Krieg gezogen und dort verwundet zurückgeblieben. Sie sei durchaus auch schlecht be­handelt worden, habe Hunger und Durst durchlitten. Trotzdem sei es ihre Aufgabe, die sie sehr liebte, in diesem Leben die eingefrorene Seele ihrer jungen Be­sitzerin aufzu­tauen, sie zu wärmen und sie zu stärken.

 

Maria zeigte mir sehr eindrücklich die Weisheit und die Klarheit der Tiere in unserem Umfeld. Obwohl sie viel­leicht schlimme Er­fah­run­gen ge­macht und Schmerzen und Not erlebt haben, sind sie bereit, ihrem Menschen beizustehen, ihn zu heilen, zu wär­men und zu stärken. Obwohl Maria schlimme Er­fahrungen gemacht hat, sieht sie es als ihre Aufgabe, ihrer entgegen­schlagen­den Kühle und Verhärtung mit Liebe und Wär­me zu begegnen, und sie tut dies frei von Verbit­terung. Nicht jedes Tier ist in der Lage, wie Maria, mit erlitte­nen Qualen umzugehen. Es gibt auch sol­che Tiere, die auf­grund erlittener Qua­len und Traumata nicht mehr in der Lage sind, Menschen an sich heran­zulassen.

 

Diese armen Kreaturen gilt es so zu akzep­tieren und ihnen in ihren Schmer­zen und Ängsten zu helfen. Gleichzeitig muss sich der Mensch vor ihnen schützen. Eine ebenso schwierige wie an­spruchs­volle Aufgabe. Aber von diesen armen Geschöpfen han­delt dieses Buch nur am Rande.

 

 

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Höchstetter / Zimmermann: Gebt uns eure Stimme - ISBN: 978-3-96753-259-3 - Hardcover

Leseprobe

 

ISBN: 978-3-96753-259-3

Autor: Höchstetter / Zimmermann

Titel: Gebt uns eure Stimme

Seiten: 205

Hardcover

 

19,80 €

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